KNIE:
Läuferknie

Das Läuferknie (Runners leg) tritt typischerweise bei Langstreckenläufern auf, nicht bei Sprintern, nicht bei Ballspielsportlern. Wenn es bei Ballspielsportlern auftritt,
dann meistens in der Saisonvorbereitung, wenn längere Strecken gelaufen werden, um Ausdauertraining durchzuführen. Es handelt sich um einen lokalisierten Schmerz an der
Knieaußenseite, der nach einer gewissen Laufstrecke eintritt, und durch eine Laufpause sich wieder bessert.
Ursache ist meist eine vermehrte Innenknickung des Rückfußes
(Hyperpronation), die wiederum zu einer vermehrten Innendrehung des Unterschenkels führt.

Dadurch wird der Tractus iliotibialis (eine Sehne die an der Außenseite des
Oberschenkels bis zum Schienbein verläuft) vermehrt angespannt und reibt am äußersten knöchernen Anteil des knienahen Oberschenkelknochens (Epicondylus lateralis)
(Abbildung rechts mitte).

Im MRI zeigt sich eine Verbreiterung des Tractus iliotibialis (Abbilung rechts unten). Die Therapie besteht im Tragen von Laufschuhen mit einem Pronationsschutz,
d.h mit einer Verstärkung innen unter der Ferse. Weiterhin sollte der Tractus iliotibialis gedehnt werden. Eine Operation mit Entlastung des Tractus iliotibialis ist nur
sehr selten notwendig.
Die Beschwerden können auch beim Radfahren mit Klickpedallen auftreten. Meist hilft dann schon eine Änderung der Einstellung, mit vermehrter Außendrehung des Fußes.
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